Unsere zweite und vorerst letzte Nacht im Baumhaus war leider nicht so ruhig und angenehm wie die erste, da es heut Nacht auf unser Wellblechdach geregnet hat und daher an einen ruhigen Schlaf leider nicht zu denken war. Aber immerhin war auch diese Nacht einigermassen "Tierfrei" - ist halt doch irgendwie ein Luxusdschungel gewesen.
Nach dem Frühstück und dem obligatorischen Urwaldschrei a la Sonja Zietlow auf der Hängebrücke im Dschungelhotel hiess es dann mal wieder Rucksack packen - denn es war mal wieder Reisetag. Vielleicht konnte der Andi auch deswegen so schlecht schlafen, denn die Überfahrt nach Koh Samui war zum ersten Mal nicht konkret von ihm durch geplant. Gestern auf dem Heimweg hat M (Andis neuer bester Freund) erzählt, dass er sich vor 2 Jahren einen Toyota Commuter (Andis neues Lieblingsauto) gekauft hat und einen Fahrer angestellt hat, der damit untertags Touris am Rande des Nationalparks hin- und herfährt. Andi hat am Abend noch mit M geklärt, dass M uns mit seinem Commuter heute an die Ostküste fährt, und der Angestellte an seiner Stelle frei hat.
Auf dem Weg haben wir in Surat Thani die Valy und den Philipp am Flughafen abgesetzt und dann hieß es endgültig von den beiden Abschied nehmen! Schnief! Die beiden sind über Bangkok nach Jakarta geflogen und schlagen sich von dort aus in den Nordosten Indonesiens auf die Moluken (wo auch immer das sein mag) durch. Gute Reise ihr beiden, wir werden Euch sehr vermissen. Schnief!
Wir hingegen sind nach Donsak weiter gefahren worden und haben uns dann dort selbständig und ohne Touristenaufkleber aufs Schiff nach Koh Samui durchgeschlagen. (Das war der Teil der Reise, den er nicht geplant hatte. Hat aber eigentlich ganz gut geklappt) Am Pier hieß es Khop Khun Kap/ Ka "M". Glücklicherweise sind wir mit der großen Autofähre gefahren, denn der Wellengang heute war eher was für fortgeschrittene Longtailboot-Fahrer. Nach 2 Stunden auf der Fähre - gab kaum Artikel im Minimarkt die wir noch nicht hatten - sind wir auf Koh Samui angekommen.
Auf Koh Samui mussten wir dann das erste Mal mit unseren Rucksäcken richtig weit latschen bis wir ein Taxi gefunden haben. Nach ca. 1/2 Stunde Fahrt kamen wir dann am Hotel an und die 7 stündige Reise nahm endlich ein Ende. Koh Samui zeigte sich während der Taxifahrt noch als nette Insel, aber nachdem wir unser Zimmer ohne Welcome Drink (Fehler Nr 1 für Jakob) bezogen hatten und das erste Mal am Meer standen, zeigte sich die Insel von seiner negativen Seite. Das Meer ist total trüb, am 1m breiten Strand liegt so ziemlich alles was man hier im 7/11 kaufen und in Restaurants essen kann, das Wetter ist nicht so richtig gut und die restlichen Inselbesucher eher so naja... Krebse fangen kann der Jakob hier nur tote.
Um die Stimmung am Abend wieder aufzuheitern ging es abends noch ins Fischerdorf. Andi wollte sich neue Boxershorts und ich einen Gürtel kaufen, da meiner gerade auf dem Weg nach Indonesien unterwegs ist. Aber anscheinend benötigt ein Thailänder weder Unterhosen noch nen Gürtel. Die Stimmung konnte nur mit ner richtig guten ital. Holzofenpizza beim Italiener und der anschliessenden Feuershow am Strand gerettet werden. Puh, what a day!
Nun geht der sechste Reisetag zu Ende und Andi fragt sich immer noch: wie kommt eigentlich ein Frosch auf 15 Meter Höhe in den Baum und wer zum Geier hat eigentlich seine BoxerShorts.

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